Huntdown: Overtime – Der retro Baller-Spaß im Roguelite-Gewand

Die Zukunft ist düster, die Straßen sind voller Gangster, und du bist der letzte Funken Hoffnung – oder zumindest derjenige mit der größten Waffe. “Huntdown: Overtime” nimmt das erfolgreiche Konzept des Vorgängers aus dem Jahr 2020 und dreht die Gewaltspirale weiter nach oben. Aber Vorsicht: Diesmal ist alles etwas anders. Statt einfacher Level-Abschnitte erwartet dich ein herausfordernder Roguelite-Zyklus.

Ob du ein Fan des ersten Teils bist oder einfach auf der Suche nach einem knallharten Actionspiel im Retro-Look – hier erfährst du alles, was du über den Baller-Spaß wissen musst.

Was ist Huntdown: Overtime überhaupt?

Stell dir vor: Die wilden 80er Jahre treffen auf eine düstere Cyberpunk-Zukunft. Überall leuchten Neonlichter, aber die Straßen gehören brutalen Gangs. Genau hier kommt John Sawyer ins Spiel. Er ist ein kopfgeldjäger, der mit seinem Körper bereits bezahlt hat – buchstäblich.

Nach einem Einsatz, der fast tödlich endet, wird John von einer zwielichtigen Ärztin namens “Wolf Mother” wieder zusammengeflickt . Doch er kommt nicht mehr ganz menschlich zurück. Nach und nach wird sein Körper durch kybernetische Implantate ersetzt. Du wirst zur perfekten Killermaschine – Stück für Stück, Finger für Finger .

Das Spiel ist ein Prequel, also eine Vorgeschichte, zum erfolgreichen Spiel “Huntdown” aus dem Jahr 2020. Du musst den ersten Teil aber nicht kennen, um hier einzusteigen.

Das Gameplay: Ballern, Ausweichen, Sterben, Wiederholen

Der größte Unterschied zum Vorgänger ist das neue Roguelite-Prinzip. Das klingt erstmal kompliziert, ist aber ganz einfach erklärt:

  • Keine einfachen Level mehr: Früher bist du von Punkt A nach B gelaufen, hast alles weggeballert und warst fertig. Das ist vorbei.
  • Der Kreislauf des Todes: In “Huntdown: Overtime” wirst du sehr oft sterben. Das gehört zum Konzept . Du spielst einen “Run”, sammelst Erfahrung und Geld, stirbst irgendwann – und wachst dann wieder in der Operations-Basis der Ärztin auf.
  • Werde stärker: Hier gibst du deine gesammelten Schätze aus, um dauerhafte Upgrades zu kaufen. Mehr Gesundheit, stärkere Schläge, bessere Waffen. Beim nächsten Run schaffst du dann vielleicht eine Ecke weiter .

Das Motto lautet also: Crähe, stirb, rüste auf, wiederhole . Das hört sich frustrierend an, macht aber süchtig, weil man jedes Mal das Gefühl hat, ein bisschen stärker zu sein.

Die Steuerung & Kämpfe: So flüssig wie in den 90ern

Die Steuerung ist ein klassischer Run-and-Gunner. Das heißt: Du rennst nach links oder rechts und ballerst alles nieder, was sich bewegt. Fans von alten Klassikern wie Contra oder Mega Man werden sich sofort wie zu Hause fühlen .

  • Vielfältige Waffen: Du hast immer eine Nahkampfwaffe (z.B. Baseballschläger oder Katana) und eine Schusswaffe (Pistole, Maschinengewehr) dabei. Später kommen auch Wurfgegenstände wie Messer oder Bumerangs dazu .
  • Die Ausweichrolle (Dash): Eine wichtige Taste ist der “Dash”. Damit machst du einen schnellen Sprung zur Seite. Das ist super, um Kugeln auszuweichen oder hinter eine Deckung zu hüpfen .
  • Die Umgebung nutzen: Du kannst nicht nur schießen. Tritt einfach einen Mülleimer um, oder schmeiß einen Bildschirm auf deine Gegner. Die Umgebung ist deine Waffe !

Das Kopfgeld-System: Lebend oder tot?

Ein cooles Detail ist das Kopfgeld-System . Immer wieder triffst du auf besonders dicke Gegner oder Anführer (Bosse). Du hast dann zwei Möglichkeiten:

  1. Du killst sie einfach. Das ist schnell und einfach.
  2. Du nimmst sie lebendig fest. Dafür musst du sie erst schwächen und dann in einer riskanten Aktion in Handschellen legen.

Die zweite Variante ist viel gefährlicher, weil du in der Zeit verwundbar bist. Dafür gibt es aber auch viel mehr Belohnungen. Eine typische Risiko-Entscheidung!

Grafik & Sound: Eine Reise in die Vergangenheit

Auch wenn die Spielmechanik modern ist, sieht “Huntdown: Overtime” aus wie ein vergessenes Juwel aus der Zeit der 16-Bit-Konsolen (wie Super Nintendo).

  • Pixelart vom Feinsten: Die Zeichnungen sind detailreich, die Animationen der Gegner sind witzig und brutal zugleich . Wenn du einen Gegner von einem Hochhaus trittst, baumelt er noch halb über dem Geländer.
  • Der Soundtrack: Die Musik ist der absolute Hammer . Harte Bässe und Synthesizer, genau wie in den Actionfilmen der 80er (denk an Terminator oder RoboCop). Das pusht einen richtig beim Spielen.

Die ersten Kritiken: Was die Profis sagen (und die Community meckert)

Das Spiel befindet sich derzeit im Early Access. Das heißt, es ist noch nicht ganz fertig, aber die ersten Wertungen sind vielversprechend.

  • Die Profis loben vor allem die gelungene Mischung aus Retro-Feeling und modernen Roguelite-Elementen. Die Steuerung wird als “makellos” beschrieben .
  • Die Community (Spieler auf Steam etc.) findet das Spiel großartig, hat aber ein paar Kritikpunkte:
    • Es ist sehr schwer: Manche Spieler berichten, dass sie 10 Stunden für den zweiten Abschnitt gebraucht haben .
    • Langsamer Start: Zu Beginn fühlt man sich sehr schwach. Die Upgrades brauchen eine Weile, bis man wirklich was merkt.
    • Kleine Bugs: Da es Early Access ist, kann es noch zu Abstürzen oder Fehlern kommen (z.B. dass das Spiel einfriert, wenn man das Katana benutzt) .

Fazit: Lohnt sich der Kauf?

Ja, wenn du…
… Geduld hast und kein Problem damit, oft zu sterben.
… ein Fan von Retro-Grafik und 80er-Jahre-Atmosphäre bist.
… Lust auf ein Ballerspiel mit Tiefgang und taktischen Elementen hast.

Vielleicht nicht, wenn du…
… nur kurze Zeit hast und schnell durchkommen willst.
… keine Lust auf das “Grinden” (ständiges Wiederholen) in Roguelites hast.

Huntdown: Overtime ist eine gelungene Abwechslung im Spiele-Dschungel. Es ist laut, schnell, manchmal unfair, aber macht unwahrscheinlich viel Spaß. Besonders, weil man die Erfolge hart erarbeiten muss. Wer den Vorgänger mochte, sollte hier definitiv einen Blick riskieren!

Infobox: Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Genre: Action, Run-and-Gun, Roguelite
  • Entwickler: Easy Trigger Games
  • Publisher: Coffee Stain Studios
  • Plattformen: PC (Steam – Early Access), später auch Konsolen
  • Release: Early Access seit Mai 2026 
  • Spieler: 1 Spieler (lokal zu zweit? Details folgen)

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