In der Welt des Gamings gibt es wenige Franchises, die über drei Jahrzehnte hinweg so konstant für Gänsehaut, Adrenalin und pure Spannung sorgen wie Resident Evil. Von den pixeligen Anfängen auf der PlayStation 1 bis hin zu den fotorealistischen Schrecken der modernen RE Engine – die Serie hat Generationen von Spielern geprägt. Mit Resident Evil Requiem (RE9), das am 27. Februar 2026 für PlayStation 5, Xbox Series X/S, PC und sogar die Nintendo Switch 2 erschienen ist, feiert Capcom nicht nur das 30-jährige Jubiläum der Marke, sondern liefert ein Spiel ab, das Fans der ersten Stunde ebenso begeistert wie Neueinsteiger.
Dieser ausführliche Artikel taucht tief in die Welt von Requiem ein: Von der Entwicklungsgeschichte über Story-Details, Gameplay-Innovationen bis hin zu Tipps für deutsche Spieler, Vergleichen mit Vorgängern und dem kulturellen Einfluss der Serie in Deutschland. Bereiten Sie sich auf eine lange, detaillierte Reise durch den Horror vor – ohne unnötige Spoiler, aber mit allen relevanten Infos.
Die Rückkehr des Schreckens: Entwicklung und Ankündigung von RE9
Capcom hat die Erwartungen geschickt aufgebaut. Bereits im Juli 2024 wurde eine neue Hauptserie angekündigt, doch der große Reveal erfolgte erst beim Summer Game Fest 2025. Der Trailer mit dem Untertitel „Requiem for the dead. Nightmare for the living.“ zeigte verwüstete Straßen von Raccoon City, vertraute Gesichter und neue Schrecken. Regie führte Koshi Nakanishi (bekannt aus Resident Evil 7), Executive Producer Jun Takeuchi sorgte für Kontinuität.
Das Spiel erscheint pünktlich zum 30. Jubiläum der Serie und nutzt die bewährte RE Engine in Höchstform. Technisch setzt Requiem neue Maßstäbe: Dynamische Beleuchtung, detaillierte Umgebungen und eine flüssige Wechselmöglichkeit zwischen First-Person- und Third-Person-Perspektive. Spieler können jederzeit umschalten – ein Feature, das die Immersion enorm steigert. Für Grace (eine neue Protagonistin) ist die First-Person-Ansicht der Standard, bei Leon S. Kennedy dominiert die klassische Third-Person-Ansicht.
In Deutschland und Europa wurde das Spiel mit Spannung erwartet. Capcom hat die Lokalisierung ernst genommen: Vollständige deutsche Sprach- und Textunterstützung, inklusive PEGI-18-Einstufung für den harten Horror. Vorbestellungen starteten im Herbst 2025, und der Launch war ein voller Erfolg – über 7 Millionen Einheiten weltweit kurz nach Release.
Die Story von Requiem: Nostalgie trifft neue Bedrohungen
Ohne zentrale Spoiler zu verraten: Resident Evil Requiem kehrt thematisch stark zu den Wurzeln zurück. Die Handlung spielt in einer post-apokalyptischen Variante von Raccoon City und verbindet lose Fäden aus früheren Teilen. Leon S. Kennedy, der ikonische Agent, ist ein zentraler Charakter – älter, erfahrener und mit einer tieferen, persönlicheren Motivation. Neue Figuren wie Grace ergänzen das Ensemble und bringen frische Perspektiven ein.
Die Erzählung mischt klassische Umbrella-Verschwörungen mit moderneren Bio-Terror-Elementen. Erwarten Sie Rückrufe an die T-Virus-Ära, aber auch neue Bedrohungen, die die Grenzen des Genres ausreizen. Die Story ist emotionaler und kohärenter als in manchen Vorgängern, mit starken Cutscenes und Umgebungs-Erzählung. Haris Orkin (Drehbuch) hat zwei Jahre daran gearbeitet, um die Lore stimmig zu halten.
Für deutsche Fans, die die Serie seit den 90ern verfolgen, fühlt es sich wie eine Heimkehr an. Raccoon City mit seinen verlassenen Polizeistationen, verfallenen Straßen und dunklen Laboren weckt Erinnerungen an die Remakes von RE2 und RE3.
Gameplay: Survival-Horror auf höchstem Niveau
Requiem ist kein reiner Action-Titel wie manche Ableger, sondern ein ausgewogener Survival-Horror. Kern-Elemente:
- Ressourcen-Management: Munition, Heilmittel und Inventar sind knapp. Jede Entscheidung zählt – klassisch RE.
- Kämpfe und Verfolger: Groteske Kreaturen, darunter wandelnde Wand-Monster und ikonische Verfolger, sorgen für konstante Spannung. Die KI ist clever und unvorhersehbar.
- Perspektiven-Wechsel: Der nahtlose Switch zwischen Ego- und Schulter-Perspektive verändert das Spielgefühl dramatisch. Ego für klaustrophobischen Horror, Third-Person für bessere Übersicht bei Kämpfen.
- Puzzles und Erkundung: Komplexe Rätsel, die Hirn und Nerven fordern. Viele Locations sind semi-offen gestaltet, mit optionalen Geheimnissen und Collectibles.
- Länge und Wiederspielbarkeit: Die Hauptstory dauert ca. 15–20 Stunden, mit höheren Schwierigkeitsgraden und New-Game+-Modi für mehr Inhalt. DLCs wurden bereits angekündigt.
Das Gameplay ist methodisch und langsam, betont Atmosphäre über schnelle Action. Frühe Reviews loben die Balance und die brutalen, aber fairen Schreckmomente.
Technisch läuft das Spiel hervorragend auf aktueller Hardware. Auf PS5 und Xbox Series X gibt es 4K/60fps-Modi, Ray-Tracing und HDR. Die PC-Version unterstützt Wide-Screen und Mods (via Steam Workshop in Teilen). Die Switch 2-Fassung bringt portable Horror-Erlebnisse, wenngleich mit angepassten Grafikeinstellungen.
Einordnung in die Resident Evil-Geschichte
Die Serie begann 1996 als Biohazard in Japan. Shinji Mikami schuf mit Sweet Home als Inspiration einen Meilenstein des Survival-Horrors. Die 90er- und 2000er-Jahre brachten Klassiker wie RE2, RE3 und Code Veronica. Nach einer action-lastigeren Phase (RE4–RE6) kehrte die Serie mit RE7 zu den Wurzeln zurück.
Requiem vereint das Beste: Die klaustrophobische Atmosphäre von RE7/Village, die ikonischen Locations der Remakes und die epische Story der Hauptserie. Es schließt lose an vorherige Ereignisse an und öffnet Türen für die Zukunft – inklusive eines angekündigten Code Veronica-Remakes 2027.
Warum Resident Evil in Deutschland so beliebt ist
In Deutschland hat die Serie eine riesige Fangemeinde. Die düstere, filmreife Atmosphäre passt perfekt zu Liebhabern von Horror-Filmen à la George A. Romero oder deutschen Produktionen. Events wie die Gamescom in Köln haben Capcom immer wieder genutzt, um RE-Inhalte zu zeigen. Viele deutsche YouTuber und Streamer (z.B. aus der Horror-Szene) haben Requiem ausführlich besprochen und Let’s Plays produziert.
Tipps für deutsche Spieler:
- Spielen Sie im Dunkeln mit Kopfhörern für maximale Immersion.
- Schwierigkeit „Standard“ für den ersten Durchgang empfohlen.
- Achten Sie auf deutsche Voice-Over – die Synchronisation ist qualitativ hochwertig.
- Community: Foren wie gutefrage.net, Reddit (r/residentevil) oder deutsche Discord-Server bieten Tipps ohne Spoiler.
Technik, Sound und Atmosphäre
Der Soundtrack von Requiem ist orchestral und bedrohlich, mit klassischen Motiven. Die Geräuscheffekte – knarrende Böden, ferne Schreie, tropfendes Wasser – sind meisterhaft. Visuell setzt das Spiel auf realistische Zerstörung und detaillierte Charaktermodelle. Die RE Engine zeigt, warum Capcom technisch führend ist.
Fazit: Ein Muss für Horror-Fans
Resident Evil Requiem ist nicht nur ein weiterer Teil einer langen Serie – es ist ein Liebesbrief an die Fans und ein Beweis, dass Survival-Horror in der Triple-A-Welt lebendiger denn je ist. Mit starker Story, innovativem Gameplay und atemberaubender Technik setzt es Maßstäbe. Ob Sie die Serie seit 1996 spielen oder neu einsteigen: Dieses Spiel liefert pure Gänsehaut.
Capcom hat mit Requiem bewiesen, dass die Zukunft des Horrors in der intelligenten Mischung aus Nostalgie und Innovation liegt. Wenn Sie noch nicht zugeschlagen haben – jetzt ist der perfekte Zeitpunkt. Der Albtraum wartet.